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Die Arbeitgebermarke - von der Hustenpastille zum Sahnebonbon
~ Strategie ~

Die Arbeitgebermarke - von der Hustenpastille zum Sahnebonbon

// Sandra Weigant

Will ein Unternehmen erfolgreich sein, braucht es vor allem eines: Gute Mitarbeiter. Die sind mitunter schwer zu bekommen, in einigen Branchen herrscht massivster Fachkräftemangel. Um trotz dieser Lage neue Talente zu erreichen, ist eine attraktive Arbeitgebermarke enorm wichtig. Sie präsentiert die Werte und besonderen Merkmale eines Unternehmens. Das “Employer Branding” richtet sich insbesondere an potenzielle Bewerber, hat aber auch Folgen für andere Marktbereiche.

Was Unternehmen attraktiv macht

Diverse Studien zeigen: Eine gute Vertrauensbasis zwischen den Mitarbeitern und dem Top-Management ist ein wichtiger Faktor für eine positive Arbeitgebermarke. Ehrlichkeit und Transparenz, auch hin zur Öffentlichkeit, sind hier wichtige Argumente. Ein weiterer Punkt ist das aktive Talentmanagement. Würdigen Sie herausragende Leistungen und fördern Sie das eigenverantwortliche Handeln Ihrer Mitarbeiter.

Die Arbeitgeberstudie “Mostwanted” von 2014 zeigt zudem, dass der Erfolg eines Unternehmens zu den Top3-Gründen für die Arbeitgeberwahl zählt. Um diesen aufzubauen und kommunizieren zu können, ist eine einzigartige Markenidentität notwendig.

Markenidentität aufbauen: Alleinstellungsmerkmale und ihr Stellenwert

Der erste Schritt beim Aufbau einer positiven Markenidentität ist das Herausfiltern der besonderen Leistungsmerkmale. Entdecken Sie die Einzigartigkeit Ihres Unternehmens. Was bekommt man bei Ihnen, das es anderswo nicht auch gibt? Mit diesem Schritt tun sich viele Unternehmen am schwersten. Sie wählen die Variante: “Ich bin günstiger als meine Konkurrenten” - keine allzu befriedigende Ausgangslage. Die Alleinstellungsmerkmale müssen Ihre Wunschkunden und den besonderen Nutzen berücksichtigen. All diese Punkte zusammengefasst ergeben Ihren ganz persönlichen USP - das einzigartige Verkaufsversprechen.

Das Festigen der Unternehmenskultur

Sind Ihre Besonderheiten erst einmal definiert, gilt es, sie zu stärken und hervorzuheben. Jeder Mitarbeiter muss wissen, welche Merkmale seines Unternehmens, seiner eigenen Arbeit, zu einer individuellen Wahrnehmung führen. Er muss sich in diesem Bild wiederfinden. Der USP selbst wird so zur Unternehmenskultur.

Der öffentliche Auftritt: Die Webseite als Dreh- und Angelpunkt

Leiten Sie das Wertversprechen Ihres Unternehmens an Personalagenturen weiter. Wichtig ist, dass es mit Ihrem gesamten öffentlichen Auftritt harmoniert. Dieser beginnt bei der Zusammenstellung Ihrer Webseite. Möchten Sie den besonderen Zusammenhalt Ihres Teams betonen, sollten Sie regelmäßig Bilder von gemeinsamen Aktivitäten einbringen. Möchten Sie die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter veranschaulichen? Dann erstellen Sie doch einen Blog, in dem jeder über seine Aufgabengebiete schreibt. Ihre Webseite wird so zum Ankerpunkt und Schaufenster Ihrer real gelebten Unternehmenskultur.

Social Media: Bleiben Sie authentisch

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Ihre Social-Media-Kanäle. Eignen Sie sich einen gewissen und vor allem passenden Stil an und behalten Sie ihn bei. Wiedererkennung ist ein wichtiges Markenmerkmal. Ihr Account sollte zu Ihrer Internetseite passen und diese auch mit einbeziehen (Beispiel: neuer Blogbeitrag → neuer Post bei Facebook.).

Insgesamt wird deutlich, wie komplex das Employer Branding ist. Marken-, Personal- und Unternehmensexperten müssen zusammenarbeiten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Eine etablierte Markenidentität schafft eine positive Arbeitgebermarke und umgekehrt. Das Marketing stimmt sich auf den Charakter des Unternehmens ein. Denn so könnte man Unternehmenskultur und Arbeitgebermarke wohl am besten beschreiben: Als eigenständigen Charakter.

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